Es gibt ein Leben nach dem Sicherheitskonzept


Als kleinen Service für all die Fans und Ultras, die nach dem Abnicken des neuen Sicherheitskonzepts der DFL nicht mehr so richtig Bock auf Bundesligafußball haben, hier mal ein paar Ausgehtipps ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Höherklassigen Sport gibt es ja nicht nur beim Männerfußball…

Frauenfußball von der Regionalliga aufwärts gibt es zum Beispiel beim FC Bayern München, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, dem Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach, dem SC Freiburg, dem SV Werder Bremen, der TSG 1899 Hoffenheim, Union Berlin, Erzgebirge Aue und dem VfL Bochum. Dazu käme dann noch der 1. FC Lübars als Kooperationspartner von Hertha BSC Berlin.

Im Männerhandball gibt es immerhin den Hamburger SV in der Bundesliga, danach aber lange nichts. Beim Frauenhandball dagegen hätten wir am 3. Liga aufwärts Borussia Dortmund, den FSV Mainz 05, den SV Werder Bremen und den 1. FC Köln.

Im Basketball der Männer spielt ja bekanntlich der FC Bayern mittlerweile auch in der Bundesliga, aber zwei Ligen darunter findet sich auch noch Bayer Leverkusen mit seinen Giants und Schalke 04 spielt immerhin in der Regionalliga. Im Frauenbasketball sind die Fußballbundesligisten allerdings fast schon erschreckend abwesend.

Die Fans der restlichen Vereine werden sich wohl leider mit Breitensport begnügen oder aber »fremdgehen« müssen.

Den Fans des VfB Stuttgart könnten, wenn sie wollten, zum Beispiel auch zum Allianz MTV Stuttgart in der Frauenbundesliga im Volleyball gehen oder zu den Stuttgart Scorpions im American Football der Männer, die in der GFL Süd spielen. Dass die Stuttgarter Kickers im Hockey ganz weit vorne sind, dürfte für sie dagegen kein Trost sein.

Die Anhänger_innen von Hannover 96 könnten sich bei den Hannover Scorpions immerhin mit Bundesliga-Eishockey der Männer die Zeit vertreiben. Ich persönlich würde ja aber Rugby bevorzugen, der in der Leinestadt mit dem DSC Hannover 78, dem SC Germania List und dem TSV Victoria Linden gleich dreimal in der Männerbundesliga vertreten ist. Germania List spielt zudem auch noch bei den Frauen erstklassig.

In Nürnberg gibt es mit den Ice Tigers einen Verein in der DEL, der zumindest einen schönen Namen hat und Düsseldorf ist mit der Düsseldorfer EG im Eishockey der Männer natürlich auch ganz weit vorn. In Augsburg wäre Schwaben Augsburg in Sachen Fußball wenigstens in der Frauenregionalliga zu haben oder halt auch DEL mit dem Team der Augsburger Panther.

Fürth dagegen ist ein wirklich trauriger Fall. Wenn niemand von dort ins nahe Nürnberg fahren möchte – was ja verständlich wäre irgendwie – dann bleibt mit den Fürth Pirates gerade mal ein Regionalligateam im Männerbaseball. Fast genauso trostlos sieht es in Kaiserslautern aus, wo mit den Pikes gerade mal ein Zweitligateam im American Football der Männer und mit dem 1. TKC noch eines im Tipp Kick.

Braunschweig dagegen ist nicht nur auf dem besten Weg in die Bundesliga im Männerfußball, die Stadt hat auch mit den New Yorker Lions ein Team in der GFL und mit den New Yorker Phantoms eines in der Basketballbundesliga der Männer.

Cottbus hätte Lacrosse-Bundesliga der Männer zu bieten mit den Cottbus Cannibals und zweite Liga American Football der Männer mit den Cottbus Crayfish, die jetzt wirklich mal einen Spitzennamen haben. Im Handball der Männer gibt es mit dem LHC immerhin die 3. Liga zu bestaunen.

Beim FSV Frankfurt wäre wohl am naheligendsten einfach mit dem 1. FFC Frankfurt eines der besten Frauenteams des gesamten Fußballwelt zu supporten, aber auch die Fraport Skyliners in der Basketballbundesliga der Männer sind trotz ihres Namens einen Versuch wert.

Auch in Duisburg bietet sich Frauenfußball förmlich an, denn der FCR 2001 Duisburg ist trotz durchwachsener Saison nach wie vor eine gute Adresse, auf jeden Fall klingt das eher nach Spitzensport als drittklassiges Eishockey der Männer bei den Füchsen oder drittklassiger Männerhandball beim OSC Rheinhausen.

In Ingolstadt ist wohl das DEL-Team des ERC Ingolstadt die beste Adresse jenseits des Fußballs. Alles andere läuft allerdings dann auch wirklich unter ferner liefen.

Die Fans von 1860 München hingegen hätten mit den Munich Cowboys in der GFL, dem EHC Red Bull München in der DEL, der allerdings aufgrund des Sponsoren wohl ausscheiden dürfte, und dem Münchner SC im Hallenhockey der Männer immerhin drei Erstligateams in Prestigesportarten zu Auswahl, die nicht »FC Bayern« heißen.

Ganz anders sieht es da schon in Aalen aus, wo 3. Liga Männervolleyball in Form von DJK Aalen schon das höchste der Gefühle ist. Auch Sandhausen ist mit dem Zweitligateam im Frauenbasketball, das die TG 1889 Sandhausen als Aushängeschild jenseits des Fußballs zu bieten hat, nicht gerade ein Sportmekka.

Paderborn hat neben einem eher farblosen Fußballverein immerhin noch hochklassiges Golf und Squash zu bieten und mit den Untouchables dazu noch ein überaus erfolgreiches Baseballteam mit unschlagbar geilem Namen. Die Paderborn Baskets in der 2. Bundesliga der Männer sind sicher auch einen Besuch wert.

Ob die Regensburg Legionäre mit ihrem Namen dagegen irgendwen groß begeistern können ist trotz Baseball auf Bundesliganiveau eher fraghaft. Dann vielleicht doch lieber Drittligahandball der Frauen beim TSV Haunstetten.

Beim FC St. Pauli schließlich gäbe es in der Sportstadt Hamburg eigentlich jede Menge Angebote, aber für die meisten Fans dürften weder die Freezers noch die großen Hockeyvereine, die alle irgendwie nach HSV riechen, in Frage kommen. Wahrscheinlich bleiben da abgesehen vom HC St. Pauli, der in Sachen Hockey in diversen Ligen sein Unwesen treibt, nur die anderen Abteilungen des eigenen Vereins. Aber immerhin sind ja sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die Rugbyteams des FC in der Bundesliga vertreten. Im Blindenfußball spielt der FC ebenfalls in der obersten Spielklasse und beim Handball gibt es immerhin Männer-Oberliga und Frauen-Landesliga.

Es gibt also tatsächlich ein Leben nach dem Sicherheitskonzept. Auch wenn das für viele wohl ein eher schwacher Trost sein wird…

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